Wissenschaft soll Wissen schaffen, die Anzahl der menschlichen Erkenntnisse über die Welt vergrößern. Das Aufzeigen von Zusammenhängen zwischen zwei oder mehreren Variablen ist eine Form von Erkenntnisgewinn. Dieser bleibt u. U. unbedeutend, wenn die weitere Kenntnis über die zugrundeliegende Ursache fehlt oder unwahr ist.
Denn das gleichzeitige Auftreten zweier Ereignisse bedeutet nicht, dass diese ursächlich miteinander zusammenhängen. Korrelationen geben lediglich einen Hinweis auf das Vorliegen eines kausalen Zusammenhangs. Ein Ereignis A kann ein Ereignis B auslösen und umgekehrt. Beide Ereignisse können wechselseitig beeinflussen. Auch kann ein Ereignis C ein Ereignis A und Ereignis B hervorrufen. Ebenso könnte eine Wirkungskette vorliegen: Ereignis C wirkt auf Ereignis A und dieses wiederum auf B (vice versa).
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Dienstag, 30. September 2014
Sonntag, 29. Juli 2012
Die Mär vom richtigen Trinken beim Sport
Schenkt man der vor kurzem veröffentlichten Untersuchung "The truth about sports drinks", von BMJ-Redakteurin Deborah Cohen Glauben, dann ist es erschreckend, wenn auch nicht gänzlich überraschend, welchen Einfluss die tiefgreifende Verpflechtung von Wirtschaft, Wissenschaft und Sportverbänden auf die Gestaltung sportmedizinischer Richtlinien und damit auf das Sportlerverhalten hat.
Seit den 70er-Jahren boomt die Sportgetränke-Industrie. Weltweit allen voran die US-amerikanischen Marken Gatorade (PepsiCo), Powerade (Coca Cola) und Lucozade (GSK). Deborah Cohen recherchierte minutiös die Verbindungen der Konzerne zur internationalen Wissenschaft und den einschlägigen Sportverbänden.
Samstag, 12. November 2011
Vier immer währende und kuriose Mythen im Lauftraining
Bei den geringen Intensitäten im Dauerlauf und den langen Pausen während des Krafttrainings, ist naturgemäß ausreichend Aufmerksamkeit und Zeit für die Beobachtung des sportlichen Umfelds vorhanden. Und so animierten mich u.a. die jüngsten Beobachtungen zum heutigen Thema: Trainingsmythen im Lauftraining.
Für den ambitionierten Läufer mögen die Schilderungen komisch klingen oder als Schnee von gestern abgetan werden. Doch ich bin überzeugt, dass nicht wenige Lesende dieser Zeilen, dem einen oder anderen Trainingsirrtum selbst erlegen sind - zumindest in den Anfangsjahren der läuferischen Aktivität.
Donnerstag, 23. Juni 2011
Barfusslaufen Update: Im Westen nichts Neues?
Was Euch womöglich interessiert: Was gibt’s Neues zu dem kontrovers diskutierten Trend? Und in wie weit ist regelmäßiges Barfusslaufen eine geeignete Trainingsintervention zur Leistungssteigerung auf der Wettkampfstrecke?
Nun, zunächst beobachte ich, dass blankes Barfusslaufen ein Nischenkonzept geblieben ist. Grund dafür sind die hiesigen Untergrundbeschaffenheiten, die das Verletzungsrisiko per se erhöhen (i.e. Oberflächen aus Beton, Asphalt samt Glas- und Holzsplitter und das damit verbundene Verletzungsrisiko für Haut und Muskel-Sehenapparat).
Samstag, 30. April 2011
Nachbrenneffekt: Hurra, es brennt!
Im Englischen wird der Nachbrenneffekt mit "EPOC" abgekürzt. Die Bezeichnung steht für "Excess Post Oxygen Consumption".
Mythenumwoben ist der Nachbrenneffekt deshalb, weil unzählige Studien zum Thema existieren, die in ihren Schlussfolgerungen ein Gefälle aufweisen, das sich vom einen Extrem ins andere schlägt. So bescheinigen einige Wissenschaftlicher sehr große Mengen zusätzlicher Kalorien, die nach intensiven Trainingseinheiten in der Ruhephase zusätzlich verbrannt werden. Andere wiederum schließen jegliche Effekte aus.
Dienstag, 29. März 2011
Wissenstransfer als Entwicklungsbremse: Sportwissenschaft vs. Trainingspraxis
Trotz aller Erfahrung, sind v.a. Erkenntnisse aus der Sportwissenschaft und das Durchdringen von Zusammenhängen Entscheidungsgrundlage für die Trainingsgestaltung im Leistungssport. Die meisten Fachbücher und Rahmentrainingspläne sind von Wissenschaftlern oder qualifizierten Trainern verfasst. Die Zahl und Qualität der Erkenntnisse hat sich in den Ausdauersportarten in den letzten 15 Jahren stark entwickelt. In der Praxis gelingt der Wissenstransfer aber nicht immer uneingeschränkt.
Es zeigt sich, dass gesicherte Vorgehensweisen beim einen Athleten funktionieren, beim anderen überhaupt keine Wirkung hervorrufen - insbesondere was die langfristige Entwicklung betrifft. Letzterer Typus, der nach mehrwöchigen - und scheinbar vernünftigen - Trainingsinterventionen ohne Fortschritt bleibt, heißt im wissenschaftlichen Jargon "Non-Responder". Doch was ist die Ursache: "Athletentyp" oder "Stimulus"?
Samstag, 29. Januar 2011
Fettstoffwechseltraining: Eine Episode voller Missverständnisse
In dieser Woche inspirierten mich zwei Alltagsbeobachtungen zum heutigen Beitrag: Zum einen bin ich momentan von nicht wenigen Leuten umgeben, die sich für dieses Jahr eine deutliche Körpergewichtsreduktion zum Ziel gesetzt haben. Vornehmlich sollen die Fettdepots dahin schmelzen. Natürlich nicht die Muskeln. Die „Guten Vorsätze“ eben. Neben ästhetischen Aspekten, steht in Läuferkreisen, auch die Absicht dahinter, durch Diät die Laufleistung voranzubringen. Die Akteure sind dabei oft noch nicht einmal übergewichtig.
Zum anderen fällt mir beim Durchblättern einschlägiger Laufzeitschriften immer wieder auf, wie auf neue Trainings- und Ernährungsgeheimnisse im Rahmen der Mission „Fett weg“ beschworen werden. Ob „Fatburning-Training,“ Ernährungsstrategien, Werbeanzeigen für Nahrungsergänzungsmittel oder Abnehmkuren. Das Thema hat Bedeutung. Doch die Verwirrung, was die Funktionsweise und Zielsetzung des Fettstoffwechsel(training)s angeht, ist nach wie vor groß.
Zum anderen fällt mir beim Durchblättern einschlägiger Laufzeitschriften immer wieder auf, wie auf neue Trainings- und Ernährungsgeheimnisse im Rahmen der Mission „Fett weg“ beschworen werden. Ob „Fatburning-Training,“ Ernährungsstrategien, Werbeanzeigen für Nahrungsergänzungsmittel oder Abnehmkuren. Das Thema hat Bedeutung. Doch die Verwirrung, was die Funktionsweise und Zielsetzung des Fettstoffwechsel(training)s angeht, ist nach wie vor groß.
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