Eistonne Tag 1 ... läuft ! Ice Cubes Day 1 ... work in progress! #BFG #wc2014 #fussballerfloskeln @DFB_Team pic.twitter.com/pJbOkcLyIw
— Per Mertesacker (@mertesacker) 1. Juli 2014
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Montag, 30. Juni 2014
Alles für die Tonne?! Über den Nutzen von Kälteanwendungen für die Regeneration
Momentan regiert die Fußball-Weltmeisterschaft die Sportwelt. Und spätestens seit den Tweets vom sonst so besonnenen, zuletzt jedoch hitzköpfig auftretenden deutschen Nationalspieler Per Mertesacker, rätseln nicht nur Sportlaien, was es mit diesen Eistonnen auf sich hat. Eins kann ich schon verraten: Sie dienen nicht (nur) zur Abkühlung der Gemütslage.
Sonntag, 23. Juni 2013
Eiweiß-heiten: Die Bedeutung von Proteinen in Training und Wettkampf
Wie der Kölner Dom, ist auch unsere Muskulatur im permanenten Umbau. Täglich werden etwa 1 bis 2% der Muskelmasse erneuert. Das entspricht einer Turnover-Rate von 0,04 bis 0,1% / h. Es hat nahezu den Anschein als könnte man dem eigenen Körper dabei zusehen.
Der Schluss liegt nahe, dass eine bedarfsgerechte Proteinaufnahme im sportlichen Alltag sinnvoll ist. Ungeachtet der Proteinqualität, hat sich die Bedarfs-Faustformel "1 g / kg Körpergewicht" durchgesetzt. Jene wird bei unterschiedlichen Trainingszielen / Sportarten angewandt (Kraft, Ausdauer), wenngleich die realen Anforderungen, abhängig von den Belastungsnormativa, unterschiedlich ausfallen können.
Samstag, 23. März 2013
Regenerationsläufe anders gedacht
Matt Fitzgerald, namhafter Laufbuchautor und Redakteur auf competitor.com, betrachtet Regenerationsläufe aus einem anderen, für die Trainingsgestaltung spannenden Blickwinkel. Er sieht den wesentlichen Nutzen klassischer REKOM-Läufe nicht in der Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit im physiologischen Sinne. Es sei nicht evident, dass regenerative Läufe die Reparatur muskulärer Mikrotraumata oder die Wiederauffüllung der Glykogenspeicher u.ä. maßgeblich beschleunigen.
Vielmehr interpretiert er den Regenerationslauf als Moderator zwischen zwei sich konträr zugewandter Trainingsziele: Zum einen das Absolvieren möglichst hoher und wettkampfspezifischer Schlüsselreize (alle Formen des Tempotrainings und lange Dauerläufe > 20 km), zum anderen die Realisierung hoher Trainingsvolumina.
Montag, 7. Januar 2013
Die erträgliche Leichtigkeit des Seins: Training auf dem Laufband "Alter-G"
Bei der Beantwortung dieser Frage scheiden sich die Geister, ist der persönliche Stellenwert jeder dieser Erfindungen doch von den individuellen läuferischen Bedürfnissen bestimmt. Seit zirka 5 Jahren wird eine andere und öffentlich kaum wahrgenommene Innovation im (Hoch-) Leistungs- und Rehabilitationssport geschätzt und erfolgreich eingesetzt: das Alter-G Laufband.
Im englischen Namen des Geräts drückt sich die besondere Funktionalität aus: Auf dem Alter-G lassen sich Trainingseinheiten unter verschiedenen, graduell abstufbaren Schwerkraftbedingungen absolvieren (alter = verändern, G steht für Gravitation). Im Extremfall müssen nur 20 % des eigenen Körpergewichts bewegt werden.
Sonntag, 21. Oktober 2012
Training nach dem Marathon ganz einfach
Kurzum: alle potenziell beweglichen Körperteile schmerzen. Das geschulte Auge erkennt den traumatisierten Athleten an der sehr eigenartigen Art der Fortbewegung - oder auch am Zustand der vollkommenen Paralyse. Das verwundert nicht, denn wie sagte der Schweizer Weltklasseläufer Viktor Röthlin sinngemäß: "Marathon ist ein purer Akt der Zerstörung".
Was so martialisch klingt, ist physiologisch begründbar: Durch die außeralltägliche mechanische und im Training nicht vollständig nachzubildende Beanspruchung werden zahlreiche, muskuläre Strukturproteine irreparabel geschädigt, der Energiestoffwechsel läuft über mehrere Stunden und nach Nährstoffen und Flüssigkeit gierend auf Hochtouren, das Zentralnervensystem feuert ununterbrochen Aktionspotenziale Richtung Bewegungsapparat (vorausgesetzt der "Central Governor" ist in der Lage den Bewegungsimpuls aufrecht zu erhalten). Dazu kommt die hohe Beanspruchung für die Thermoregulation, insbesondere bei Temperaturen > 20 °C und hoher Luftfeuchtigkeit.
Sonntag, 16. September 2012
Cool Down im Lauftraining: Warum eigentlich?
Der übliche Beweggrund ist die Beschleunigung der Regeneration nach verrichteter Hauptarbeit. In der akuten Phase soll die Beseitigung von Stoffwechselprodukten, wie Laktat, unterstützt sowie das Absenken der Körperkerntemperatur und Herzfrequenz auf eine der Gesundheit zuträglichen Weise eingeleitet werden.
So weit, so bekannt. Steve Magness, jüngst noch im Trainerstab von Alberto Salazar tätig, nun Elite-Coach des Cross Country Teams der Universität Housten, stellt den Cool Down, in einem aktuellen Blogartikel, als wenig hinterfragtes Trainingselement, zur Diskussion. Die wichtigsten Aspekte greife ich kurz auf.
Montag, 7. Mai 2012
Der König der Regenerationsmaßnahmen: Schlaf
Seit nunmehr über 10 Jahren beschäftige ich mit dem Thema "Training im Langstreckenlauf" aus sportwissenschaftlicher Perspektive, und auch unter Hinzunahme des unschlagbaren "Erfahrungswissens"aus der Trainingspraxis. Es entspricht wohl einer normalen Genese, in ein solches Themengebiet immer tiefer einsteigen zu wollen, um möglichst viele Aspekte zu extrahieren, die der dopingfreien Leistungssteigerung zuträglich sind. Nicht selten führt das dazu, dass man den Blick für das Wesentliche verliert.
Und so ist mir in den letzten Wochen, bei Beobachtungen und Gesprächen in Läuferkreisen, erneut bewusst geworden, dass sich manche das Läuferleben kompliziert machen. Da wird über die Gewichtung von Spurenelementen in der Nahrung, Elektrostimulation am m. vastus lateralis, kompliziert-vertrackte Trainingseinheiten oder die Gewichtsersparnis durch innovative Schnürsenkelsysteme sinniert. Und verwundert hinterfragt, warum seit Jahren Leistungssprünge ausbleiben.
Gemäß dem Pareto-Prinzip, bin ich davon überzeugt, dass sich über 80 Prozent der Wettkampfleistung durch nur 20 Prozent der umgesetzten Maßnahmen bei Training und Regeneration erklären lassen. Für jeden Trainer besteht die Herausforderung folglich darin, diese wenigen Faktoren auszumachen, um ein zielführendes und klares Trainingskonzept aufstellen zu können. Eine diese Leistungskomponenten, und im Jungle der Trainingsmaßnahmen etwas untergetauchten Maßnahmen, ist unbestritten und banal: Schlaf
Und so ist mir in den letzten Wochen, bei Beobachtungen und Gesprächen in Läuferkreisen, erneut bewusst geworden, dass sich manche das Läuferleben kompliziert machen. Da wird über die Gewichtung von Spurenelementen in der Nahrung, Elektrostimulation am m. vastus lateralis, kompliziert-vertrackte Trainingseinheiten oder die Gewichtsersparnis durch innovative Schnürsenkelsysteme sinniert. Und verwundert hinterfragt, warum seit Jahren Leistungssprünge ausbleiben.
Gemäß dem Pareto-Prinzip, bin ich davon überzeugt, dass sich über 80 Prozent der Wettkampfleistung durch nur 20 Prozent der umgesetzten Maßnahmen bei Training und Regeneration erklären lassen. Für jeden Trainer besteht die Herausforderung folglich darin, diese wenigen Faktoren auszumachen, um ein zielführendes und klares Trainingskonzept aufstellen zu können. Eine diese Leistungskomponenten, und im Jungle der Trainingsmaßnahmen etwas untergetauchten Maßnahmen, ist unbestritten und banal: Schlaf
Sonntag, 9. Oktober 2011
Nach dem Marathon: 5 Trainingseinheiten für Regeneration und Laufspaß
Insbesondere in der ersten Woche nach dem Wettkampf ist die mentale Ermüdung und physiologische Beeinträchtigung von Muskeln, Bändern und Sehnen so groß, dass einige gänzlich auf das Lauftraining verzichten (müssen). Alternativ kommen zyklische "low impact"-Sportarten zur Anwendung (Radfahren, Schwimmen, Crosstrainer).
Die Erfahrung zeigt aber auch, dass schon nach wenigen Tagen die Beine laufenderweise bewegt werden wollen. Dem Ruf kann man bedenkenlos folgen. Denn mit kürzeren, variantenreichen und aerob gestalteten Laufeinheiten lässt sich die Regeneration spielerisch sicherstellen. Und das nach einer Phase des Wettkampftrainings, das in der Regel sehr planmäßig und weniger abwechslungsreich verläuft.
Sonntag, 12. Juni 2011
Leistungsfähigkeit konservieren: Aber ohne verbotene "Konservierungsstoffe"
Dieses Mal motiviert mich ein persönlicher "Leidensdruck" zur Beschäftigung mit der Frage, wie sich die Laufform möglichst einfach erhalten lässt, wenn - wie in meinem Fall - eine mehrtägige berufliche Reise o.ä., intensive wie extensive Trainingsinhalte kaum oder nur eingeschränkt zulässt.
Auch wenn ich es besser wissen sollte: reduziertes Training über zirka 7 Bis 10 Tage hinweg, tut der Leistungsfähigkeit keinen Abbruch, wenn ein mehrmonatiges und regelmäßiges Training vorausgegangen ist. Insbesondere 14 Tage vor den ersten Wettkämpfen lässt eine solche Situation, auch bei erfahrenen Hasen, zumindest ein Quäntchen Unruhe aufkommen.
Vor und in einer solchen Phase sind im Kern 3 Maßnahmen umzusetzen, um die Form zu halten:
Freitag, 8. April 2011
Carboloading vor dem Marathon: Pflichtübung oder vergebene Liebesmühe?
Doch welche Strategie ist beim Carboloading die Richtige? Muss es immer die klassische und leidvolle Saltindiät u.ä. sein?
Sonntag, 16. Mai 2010
Regenerationsmaßnahmen im Langstreckenlauf: ein bunter Strauß an Möglichkeiten
Nicht selten mit der Konsequenz, dass das Leistungsvermögen stagniert oder gar rückläufig ist. In solchen Phasen häufen sich zudem Verletzungen im Muskel-Sehnenapparat. Das kann ich leider aus eigener Erfahrung bestätigen.
Häufigste Ursache ist, abgesehen von zu hoch gewählten Trainingsintensitäten oder Fehlern in der Trainingsperiodisierung, die mangelhafte Anwendung von belastungsnach- und gleichzeitig belastungsvorbereitenden regenerationsunterstützenden Maßnahmen. Bevor ich diese nenne, macht es an Sinn einen Ausflug in die Physiologie zu unternehmen:
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