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Freitag, 27. März 2015

Das Mountainbike als Trainingsmittel im Langstreckenlauf

Ich habe mir einen großen Wunsch erfüllt und ein neues, wettkampftaugliches Mountainbike (MTB) erstanden. Nach 15 Jahren Abstinenz vom MTB-Geschehen war die Entscheidung für das geeignete Gefährt nicht ganz einfach. In diesem Zeitraum haben sich einige neue Disziplinen - und damit auch neue Modelle - herausgebildet. Technische Innovationen haben Fahrkomfort, Radgewicht und Wirkungsgrad der geländetauglichen Zweiräder kontinuierlich bisweilen sprunghaft verbessert.

Als Ausdauersportler fiel meine Wahl auf ein klassisches Hardtail, das sich zukünftig in MTB-Marathonrennen und Cross-Country Wettbewerben bewähren soll. Der Antrieb ein solches Sportgerät zu erstehen, ist der zuletzt auffälligen Häufung nostalgischer Momente geschuldet: Mit dem MTB habe ich Anfang der 90er-Jahre den wohl entscheidenen Zugang zum Ausdauersport bekommen. Denn das Fahren auf unterschiedlichen Untergründen, in technischen Singletrails und welligen Terrain machte schon damals allem eins: Spaß.

Samstag, 25. Januar 2014

Möglichkeiten und Grenzen des Ausdauertrainings mittels Rad

Der Einsatz alternativer Trainingsmittel ist im Langstreckenlauftraining längst Alltag. Hierzulande hat sich das Fahrrad als Sportgerät mit der größten Praktikabilität und dem breitesten Wirkungsspektrum behauptet. Ob in Gestalt eines Rennrades, eines Heimtrainers (meist mit eingespanntem Rennrad) oder eines Mountainbikes, der Nutzen des Trainingstools "Rad" ist vielgestaltig:
  • durch die vergleichsweise geringe orthopädische Beanspruchung lässt sich mit dem Rad eine große Gesamtbelastung realisieren, die wiederum Voraussetzung für ein hohes aerobes Leistungsniveau ist
  • im Zuge des Regenerationstrainings lässt sich moderate Herz-Kreislaufarbeit bei Entlastung der laufspezifischen Muskulatur umsetzen
  • mittels Rad-Trainingsblock lassen sich neue Trainingsreize setzen, die besonders Läufern mit hohem Leistungsniveau zugute kommen können.
  • nach das Laufen einschränkende (verhindernde) Verletzungen ermöglicht das Radtraining den schnellen Einstieg in das umfangsbetonte Lauftraining, ohne die wiederhergestellten Strukturen zu überfordern.
  • mit dem Radtraining sind wertvolle Natur- und Gruppenerlebnisse im wahren Sinne erfahrbar, die im Lauftraining bewegungsgemäß geringer ausgeprägt sind.

Montag, 7. Januar 2013

Die erträgliche Leichtigkeit des Seins: Training auf dem Laufband "Alter-G"

Was war in den vergangenen 20 Jahren die hilfreichste technische Innovation im Laufsport? Barfußschuhe, Kompressionstrümpfe, GPS-Sportuhren, Kohlenhydrat-Gels oder wind- und wasserdichte Textilien?

Bei der Beantwortung dieser Frage scheiden sich die Geister, ist der persönliche Stellenwert jeder dieser Erfindungen doch von den individuellen läuferischen Bedürfnissen bestimmt. Seit zirka 5 Jahren wird eine andere und öffentlich kaum wahrgenommene Innovation im (Hoch-) Leistungs- und Rehabilitationssport geschätzt und erfolgreich eingesetzt: das Alter-G Laufband.

Im englischen Namen des Geräts drückt sich die besondere Funktionalität aus: Auf dem Alter-G lassen sich Trainingseinheiten unter verschiedenen, graduell abstufbaren Schwerkraftbedingungen absolvieren (alter = verändern, G steht für Gravitation). Im Extremfall müssen nur 20 % des eigenen Körpergewichts bewegt werden.

Samstag, 12. November 2011

Vier immer währende und kuriose Mythen im Lauftraining

Vor 3 Wochen habe ich meine neue, persönliche Laufsaison eingeläutet, beginnend mit einigen lockeren Dauerläufen und Krafttraining im Fitness-Studio.

Bei den geringen Intensitäten im Dauerlauf und den langen Pausen während des Krafttrainings, ist naturgemäß ausreichend Aufmerksamkeit und Zeit für die Beobachtung des sportlichen Umfelds vorhanden. Und so animierten mich u.a. die jüngsten Beobachtungen zum heutigen Thema: Trainingsmythen im Lauftraining.

Für den ambitionierten Läufer mögen die Schilderungen komisch klingen oder als Schnee von gestern abgetan werden. Doch ich bin überzeugt, dass nicht wenige Lesende dieser Zeilen, dem einen oder anderen Trainingsirrtum selbst erlegen sind - zumindest in den Anfangsjahren der läuferischen Aktivität.

Donnerstag, 23. Juni 2011

Barfusslaufen Update: Im Westen nichts Neues?

Barfusslaufen: Das wohl derzeit größte Trendthema des Laufsports war in den vergangenen Wochen Gegenstand in vielen einschlägigen englischsprachigen Laufblogs. Ausgelöst durch den größten amerikanischen Sportmedizinerkongress in Denver (ACSM), einer ausführlichen Diskussion im Blog Science of Sport samt Replik bei comeptitor.com. Auf diesen Seiten habe das Thema Barfusslaufen im Mai letzten Jahres erstmalig aufgegriffen. Im Februar 2011 folgte das erstes Update.

Was Euch womöglich interessiert: Was gibt’s Neues zu dem kontrovers diskutierten Trend? Und in wie weit ist regelmäßiges Barfusslaufen eine geeignete Trainingsintervention zur Leistungssteigerung auf der Wettkampfstrecke?

Nun, zunächst beobachte ich, dass blankes Barfusslaufen ein Nischenkonzept geblieben ist. Grund dafür sind die hiesigen Untergrundbeschaffenheiten, die das Verletzungsrisiko per se erhöhen (i.e. Oberflächen aus Beton, Asphalt samt Glas- und Holzsplitter und das damit verbundene Verletzungsrisiko für Haut und Muskel-Sehenapparat).

Sonntag, 8. Mai 2011

Crosstraining: Ergebnis eines Selbstversuchs

Puh, das ist ein warmes Wochenende. Kein Grund sich zu beschweren - im Gegenteil. An solche Temperaturen gewöhnen müssen wir uns im Training, in hiesigen Gefilden, aber bestimmt alle. So kann ich im Ansatz erahnen, wie es heute Jan Fitschen bei seiner Marathonpremiere in Düsseldorf ergangen sein musste. Zu den hohen Temperaturen gesellten sich eine recht steife Brise und Tempomacher, die in ihrer Aufgabe in Teilen überfordert schienen. Dass er sein Debüt, nach noch planmäßigen ersten Streckenabschnitt, noch in 2:20:15 Stunden durchgestanden hat, ist aller Ehren wert.

Und überhaupt die Tatsache, dass er nach langer Verletzungspause recht zügig zur (fast) alten Form finden konnte. Einer der Gründe dafür, ist sicherlich der Einsatz von alternativen Trainingsmitteln im Rehabilitationszeitraum. Der Fachbegriff: Crosstraining. Die Verwechslung mit Einheiten auf einem Crosstrainer oder Cross-Stepper liegt nahe. Indes handelt es sich um den planmäßigen Einsatz von alternativen, ausdauerorientierten Trainingsmitteln, wie Radfahren, Skilanglauf, Rollerblading/Skating, Aquajogging oder besagten Crosstrainer u.ä.