Posts mit dem Label Barfußlaufen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Barfußlaufen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 23. März 2012

Ein energiegeladenes Duell: Barfuß gegen "Schuhfuß"

Die englischsprachigen Lauf-Blogs werden nicht müde die Debatte Barfußlaufen vs. beschuhtem Laufen fortzuführen. Und das mit einer erstaunlichen Menge Herzblut auf beiden Seiten.

Eine aktuell im Journal Medicine and Science in Sports and Exercise veröffentlichte ("online first"), methodisch klug gestaltete Studie, der Arbeitsgruppe um Prof. Rodger Kram (University of Colorado), mit Blick auf den Energiestoffwechsel, kommt zu einem überraschenden und diskussionswürdigen Ergebnis.

Doch der Reihe nach: Intuitiv würde man annehmen, dass Barfußlaufen gegenüber beschuhtem Laufen bei gleicher Geschwindigkeit weniger Energie erfordert - allein unter Berücksichtigung der geringeren Schwungmasse am Sprunggelenk. Denn einige Studien konnten belegen, dass sich die Sauerstoffaufnahme (VO2) mit jeden 100 g Mehrgewicht (pro Schuh) um ca. 1% erhöht. Signifikante Unterschiede zwischen beiden Laufarten wurden selten entdeckt - womöglich durch den Einfluss anderer Faktoren, wie Erfahrung beim Barfusslaufen, Fußaufsatz (Vor-Mittel-Rückfuss) oder Schuhmodell, hervorgerufen.

Sonntag, 12. Februar 2012

Lauftechnik und Verletzungshäufigkeit: Eine Debatte geht in die nächste Runde

Das Thema "Lauftechnik" scheint mir in Läuferkreisen das "Perpetuum mobile" aller Diskurse zu sein. Auch ich habe mich auf diesen Seiten an der Debatte beteiligt und mich bei den Themen Lauftechnik und Schrittfrequenz, sowie an der Debatte zum Barfusslaufen interessiert gezeigt.

Eine neue und methodisch außergewöhnliche Studie an der Harvard University, genauer am Department of Human Evolutionary Biology, zeigt nun, dass Lauftechnik und Verletzungshäufigkeit tatsächlich in kausalem Zusammenhang zueinander stehen.

Die Kernaussage: Rückfussläufer (= Fersenläufer) verletzen sich gegenüber Vorfussläufern zweimal häufiger. Unter dem Begriff "Verletzung" fallen hier alle Malessen, die zu mindestens 2 Tagen Trainingsausfall führten. Doch bevor nun eine zweite bis gefühlt 16. Euphorie für das Vorfusslaufen ausbricht, möchte ich die Studie genauer beschreiben:

Donnerstag, 23. Juni 2011

Barfusslaufen Update: Im Westen nichts Neues?

Barfusslaufen: Das wohl derzeit größte Trendthema des Laufsports war in den vergangenen Wochen Gegenstand in vielen einschlägigen englischsprachigen Laufblogs. Ausgelöst durch den größten amerikanischen Sportmedizinerkongress in Denver (ACSM), einer ausführlichen Diskussion im Blog Science of Sport samt Replik bei comeptitor.com. Auf diesen Seiten habe das Thema Barfusslaufen im Mai letzten Jahres erstmalig aufgegriffen. Im Februar 2011 folgte das erstes Update.

Was Euch womöglich interessiert: Was gibt’s Neues zu dem kontrovers diskutierten Trend? Und in wie weit ist regelmäßiges Barfusslaufen eine geeignete Trainingsintervention zur Leistungssteigerung auf der Wettkampfstrecke?

Nun, zunächst beobachte ich, dass blankes Barfusslaufen ein Nischenkonzept geblieben ist. Grund dafür sind die hiesigen Untergrundbeschaffenheiten, die das Verletzungsrisiko per se erhöhen (i.e. Oberflächen aus Beton, Asphalt samt Glas- und Holzsplitter und das damit verbundene Verletzungsrisiko für Haut und Muskel-Sehenapparat).

Samstag, 19. Februar 2011

Lauftechnik, Schrittfrequenz und co: der Weisheit letzter Schluss?

In der vergangenen Woche waren die sportwissenschaftlichen Meldungen und Diskussionen von zwei Themen bestimmt: Zum einem vom Komödienstadel rund um den Radsport-Dopingfall und Freispruch des A. Contador. Zum anderen häuften sich in einschlägigen Blogs - eher zufällig (?) - Beiträge und Debatten zu einem Thema, das mittlerweile ein Dauerbrenner geworden ist: Welche Lauftechnik ist die günstigste? Welche Schrittfrequenz die effektivste?

Das Thema habe ich im letzten Jahr mit einem Beitrag zum Barfusslaufen angeschnitten. Hierbei ging es auch um Lauftechnik. Erhellende Beiträge zu diesem missverstandenen Thema habe ich in dieser Woche bei 3 US-amerikanischen Autoren gefunden. Auf diese möchte ich hier direkt verweisen. Weil ich gesundheitlich etwas angeschlagen bin, leite ich Euch auf die Originalquellen und verzichte auf einen ausführlichen Kommentar. Das sind die Beiträge:

Samstag, 29. Mai 2010

Trend Barfusslaufen: Konjunkturprogramm für den Physiotherapeuten?

Das Bild war schon sonderbar: Bei meinem gestrigen Trainingslauf am Rhein sah ich, ein besonderes Läufer-Exemplar. Es war nicht so, dass der Mann durch ausgefallene Kleidung auffiel. Eher im Gegenteil. Im fehlte ein wesentliches Utensil: die Laufschuhe.

So lief der gute Mann, im besten Laufalter Mitte Dreißig und mit - ohne ihm zu nahe treten zu wollen - leichtem Übergewicht, barfüßig, entspannt und lächelnd über den Asphalt. Wenn ich mir vorstelle, dass ich derart und kilometerweit (die typische Bonner Rheinrunde ist fast vollständig asphaltiert), laufen müsste, ziehen sich meine Achillessehnen schon jetzt zusammen. Und dann noch die diversen "Wegelagerer" in Form von Scherben, Essensresten, Rollsplitt etc. "Nun ja. Jedem das Seine", dachte ich.