Beim Durchforsten von in die Jahre gekommenen, ausgedruckten Fachartikel bin ich auf ein Juwel gestoßen, das vor etwa 17 Jahren mitunter mein Interesse an der Sportwissenschaft geweckt hat. Es handelt sich um einen Aufsatz von Christian Simon und Luis Mendoza in der Zeitschrift Leistungssport, mit dem unspektakulären Titel Effizienz und Ökonomie im Mittel- und Langstreckenlauf. Nachstehend meine kleine Zusammenfassung und Schlussfolgerungen für die Praxis:
Die Autoren untersuchten jeweils 10 Mittel- und Langstreckenläufer (Leistungsvermögen im Bereich 30 bis 32 min auf 10 km, 3:52 bis 4:10 auf 1.500 m) und 10 Sportstudenten hinsichtlich biomechanischer und physiologischer Parameter, im Rahmen eines individualisierten 5x 2.000 m Feldstufentests. Es ist zu vermuten, dass sich trainierte Läufer im Hinblick auf auf Laufökonomie und -effizienz deutlich vorteilhafter fortbewegen.
Posts mit dem Label Lauftechnik werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Lauftechnik werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Sonntag, 31. Mai 2015
Donnerstag, 7. Februar 2013
Lauf-ABC: "Mach' ich. Aber was bringt's mir?"
Die Bedeutung von Techniktraining im Laufsport wird von Experten immer wieder betont. Das Lauf-ABC als spezielle Übungsabfolge von Teil- und auch Fremdelementen der Laufbewegung, als sportliche Zielbewegung, wird hierzulande regelmäßig ins Training eingebunden.
Dennoch hat man bisweilen den Eindruck, dass nicht allen Läufern klar ist, welche vielgestaltige Zielsetzung ein Lauf-ABC-Programm verfolgen kann. Ohne in einen "oberlehrerhaft" Ton verfallen zu wollen, möchte ich an dieser Stelle meine Gedanken zum Thema niederschreiben:
Dennoch hat man bisweilen den Eindruck, dass nicht allen Läufern klar ist, welche vielgestaltige Zielsetzung ein Lauf-ABC-Programm verfolgen kann. Ohne in einen "oberlehrerhaft" Ton verfallen zu wollen, möchte ich an dieser Stelle meine Gedanken zum Thema niederschreiben:
Freitag, 23. März 2012
Ein energiegeladenes Duell: Barfuß gegen "Schuhfuß"
Eine aktuell im Journal Medicine and Science in Sports and Exercise veröffentlichte ("online first"), methodisch klug gestaltete Studie, der Arbeitsgruppe um Prof. Rodger Kram (University of Colorado), mit Blick auf den Energiestoffwechsel, kommt zu einem überraschenden und diskussionswürdigen Ergebnis.
Doch der Reihe nach: Intuitiv würde man annehmen, dass Barfußlaufen gegenüber beschuhtem Laufen bei gleicher Geschwindigkeit weniger Energie erfordert - allein unter Berücksichtigung der geringeren Schwungmasse am Sprunggelenk. Denn einige Studien konnten belegen, dass sich die Sauerstoffaufnahme (VO2) mit jeden 100 g Mehrgewicht (pro Schuh) um ca. 1% erhöht. Signifikante Unterschiede zwischen beiden Laufarten wurden selten entdeckt - womöglich durch den Einfluss anderer Faktoren, wie Erfahrung beim Barfusslaufen, Fußaufsatz (Vor-Mittel-Rückfuss) oder Schuhmodell, hervorgerufen.
Sonntag, 12. Februar 2012
Lauftechnik und Verletzungshäufigkeit: Eine Debatte geht in die nächste Runde
Eine neue und methodisch außergewöhnliche Studie an der Harvard University, genauer am Department of Human Evolutionary Biology, zeigt nun, dass Lauftechnik und Verletzungshäufigkeit tatsächlich in kausalem Zusammenhang zueinander stehen.
Die Kernaussage: Rückfussläufer (= Fersenläufer) verletzen sich gegenüber Vorfussläufern zweimal häufiger. Unter dem Begriff "Verletzung" fallen hier alle Malessen, die zu mindestens 2 Tagen Trainingsausfall führten. Doch bevor nun eine zweite bis gefühlt 16. Euphorie für das Vorfusslaufen ausbricht, möchte ich die Studie genauer beschreiben:
Mittwoch, 21. September 2011
Warum die US-amerikanische Läufergemeinde auf "180" ist (und was wir damit zu tun haben)
Schon seit Mitte der 80er Jahre kursiert in den USA das Gerücht, dass die optimale Schrittfrequenz eines Langstreckenläufers bei 180 Schritten pro Minute liegt. Auch in einschlägigen Publikationen hierzulande ist diese Empfehlung aufgetaucht.
Diese Empfehlung mutet pauschal an. Dem gesunden Skeptiker stellen sich sofort und mindestens 3 Fragen: Auf welcher Grundlage beruht diese Empfehlung? In welchem Sinnzusammenhang steht der Begriff "optimal"? Hält diese Empfehlung der Realität überhaupt stand? Wenn letzteres zuträfe, hätte das doch für viele leistungsorientierte Läuferinnen und Läufer, Konsequenzen für die Ausgestaltung der Lauftechnik.
Donnerstag, 23. Juni 2011
Barfusslaufen Update: Im Westen nichts Neues?
Was Euch womöglich interessiert: Was gibt’s Neues zu dem kontrovers diskutierten Trend? Und in wie weit ist regelmäßiges Barfusslaufen eine geeignete Trainingsintervention zur Leistungssteigerung auf der Wettkampfstrecke?
Nun, zunächst beobachte ich, dass blankes Barfusslaufen ein Nischenkonzept geblieben ist. Grund dafür sind die hiesigen Untergrundbeschaffenheiten, die das Verletzungsrisiko per se erhöhen (i.e. Oberflächen aus Beton, Asphalt samt Glas- und Holzsplitter und das damit verbundene Verletzungsrisiko für Haut und Muskel-Sehenapparat).
Samstag, 19. Februar 2011
Lauftechnik, Schrittfrequenz und co: der Weisheit letzter Schluss?
Das Thema habe ich im letzten Jahr mit einem Beitrag zum Barfusslaufen angeschnitten. Hierbei ging es auch um Lauftechnik. Erhellende Beiträge zu diesem missverstandenen Thema habe ich in dieser Woche bei 3 US-amerikanischen Autoren gefunden. Auf diese möchte ich hier direkt verweisen. Weil ich gesundheitlich etwas angeschlagen bin, leite ich Euch auf die Originalquellen und verzichte auf einen ausführlichen Kommentar. Das sind die Beiträge:
Abonnieren
Posts
(
Atom
)
